Sonntag, 8. Oktober 2017

shrink wrap

heuer regnet es hier selbst aus sicht der einheimischen extrem viel.  das wetter ist eine einzige waschküche.  man kann die luken nicht lange genug offen lassen.  im boot entwickelte sich schimmel und auf dem deck entstand ein film grüner algen.  ich liess deshalb ein shrink wrap übers boot machen.  das ist eine kunststoffolie über ein verschnürtes gerüst aus pvc-rohren verspannt.  die folie wird mit klebeband fixiert und danach mit einer gasbetriebenen heissluftpistole mit sich selbst und dem gestänge verschweisst.  die folie selbst wird ebenfalls erhitzt und schrumpft dabei ein wenig.  dies verspannt das ganze zu einem festen gebilde das nicht flattert und auch gewitterstürmen standhält.  die werft garantiert 6 monate aber es hält oft jahrelang.  es ist teuer aber die boote vergammeln hier erschreckend schnell.

shrink wrap_vorne
bug und heck werden mit horizontalen pvc-rohren verstärkt
shrink wrap_achtern
die rohre werden an die relingstützen gebunden
shrink wrap_dach
die verschnürung des gestänges
shrinkwrap_form
yoyo unter der regenhaube
shrink wrap_yoyo
yoyo mit der regenhaube
eintagspilze auf der treppe
diese pilze wuchsen eines tages auf der treppe zu martins
boot.  sie waren am gleichen abend wieder verdorrt.



















































Dienstag, 20. Juni 2017

bret: ein paar böen und viel, viel regen

ein tropischer wirbelsturm wurde für letzte nacht angesagt.  er entstand aus einem  tiefdruckgebiet  südwestlich der kapverden und entwickelte sich in den letzten paar tagen.  die trinis schlossen den flughafen, banden die fähren an und verschwanden in den häusern.  die regierung gab notrufnummern bekannt und schloss die schulen auch für heute heute dienstag.  am montag war wegen eines  feiertags eh alles zu.  es kam zu grossen schäden an häusern und strassen durch überflutungen und umgestürzte bäume. hier in chaguaramas gab es nur ein paar stärkere böen und sehr, sehr viel regen.  grössere schäden entstanden hier nicht.

Freitag, 27. Januar 2017

martinique will mich nicht loslassen

eigentlich wollte ich vor einer woche lossegeln richtung guatemala.  es kam mal wieder anders.  am montag zuvor lag ich mit einem zuenftigen fieber im bett.  am mittwoch hatte sich das fieber gelegt aber mein linkes bein war angeschwollen und ich hatte da einen bluterguss von der wade bis zum fuss.  ein infekt; tolle sache.  ich setzte mich auf penicillin und konnte am letzten montag zur aerztin.  diese verdoppelte das antibiotika auf 4g pro tag fuer vorerst mal 10 tage und verbannte mich mehr oder weniger auf schiff (bein hoch lagern, stuetzstruempfe tragen).  yoyo ist jetzt sowas wie eine leprainsel.  der aussaetzige reisst aber ab und zu aus um sich futter und neuigkeiten zu verschaffen.  ausloeser  des dramas is wohl ein aufgekratzter mueckenstich.  ursache aber duerfte meine leichte veneninsuffizienz sein.  da hat man haeufig etwas wasser in den beinen und das macht die haut weicher und duenner und reduziert die immunabwehr.  das mueckenverseuchte guatemala ist damit erst mal geschichte.  stuetzstruempfe, lange hosen, mehr sport und bewegung um den kreislauf in den beinen besser im umlauf zu halten heisst grundsaetzlich hoehere breitengrade denn in den tropen wuerde ich mit so einem program drauf gehen.  hoehere breiten aber heisst in aller regel: marinaliegeplatz.  und das wiederum wuerde mit dem kat 800 bis 1500 euro im monat kosten.  ist aber leider nicht budgetkonform.  nun, kommt zeit kommt rat.  da ich ja nun in der quarantaene viel zeit uebrig habe begann ich ein menu zu entwickeln.  es kam allmaehlich recht gut heraus und es geht so:


Selleriesuppe oder -eintopf  mit ingwer fuer 2 personen
2-3 stangen sellerie, feinschneiden
ca. 80-100 g ingwer schaelen und kleinhacken, verholzte wurzeln nicht verwenden (bitter), bei stark aromatischen wurzeln die menge halbieren
1 groessere kartoffel, in stuecke schneiden
2 karotten in stuecke schneiden
optional:  250 bis 350 g zuchtlachs, haeuten, wenn noetig entgraeten und in wuerfel schneiden
1  wuerfel gemuesebouillon 10g, geschmack “ knoblauch und petersilie”
2 EL olivenoel
1 EL soja sauce
1 EL provenzalische kraeutermischung
1 TL scharfe, rote pfeffersauce (tabasco), gern auch etwas mehr
1 MS muskatpulver
zusaetzliches salz und gemahlener peffer nach belieben

sellerie, ingwer und, wenn vorhanden, fisch in pfanne tun und mit wasser abdecken. alle gewuerze beigeben, aufkochen und 15 minuten abgedeckt  auf kleinem feuer koecheln.  gelegentlich umruehren.  kartoffen und karotten beigeben, nachwuerzen und nochmals 10 bis 15 minuten auf kleinem feuer bis karotten bissfest gar sind.  brot dazu reichen.
reste kalt aus dem kuehlschrank essen. ist besser als aufgewaermt.  dieses menu schmeckt kalt ueberhaupt sehr gut. das gericht ist leicht und bekoemmlich.  ingwer ist ein eigenwilliges gemuese.  er stellt den magen unverzueglich in seine richtige, natuerliche balance. 

 stinkfische, fleisch, knoblauchzehen und zwiebeln passen fuer mich nicht zu diesem menu..